Für viele Pflanzen, die nur im Süden gedeihen, gibt es sehr wohl Pendants, die hier problemlos winterhart sind:
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Der klassische Olivenbaum kann leicht durch die weidenblättrige Birne Pyrus salicifolia ersetzt werden, welche ihm sehr ähnlich ist. Feines längliches Laub in edlem Silber und ein malerischer Wuchs machen diesen kleinen Baum sehr empfehlenswert.
Für „rauschende Lavendelfelder“ verwendet die kluge Gärtnerin in kälteren Gefilden am besten Dauer blühende Katzenminze Nepeta x faassenii.
Auch verschiedene Wolfsmilcharten wie die Himalaja-Wolfsmilch Euphorbia griffithii 'Fireglow' sind durchaus in der Lage, hier hervorragend zu bestehen. Auch mit der Sorte Black Pearl habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Neben einer großen Vielzahl von Stauden und Laubgehölzen sind in meinem Garten vor allem aber zahlreiche Säulenzypressen Thuja Smaragd und andere Immergrüne Gehölze Taxus baccata, Buxus, Cotoneaster dammeri 'Coral Beauty' im Formschnitt, dem so genannten Topiary zu finden:
Einerseits bringen gerade diese Pflanzen den südlichen Flair in den Garten, sind sie doch charakteristisch für die wunderbaren Gärten des Südens. Die Südländer lieben elegante Gärten mit Formschnitt. Andererseits finde ich, sind sie durch ihre vielen Vorzüge in einer gut geplanten Gartengestaltung einfach unverzichtbar:
Sie bieten Ruhe für das Auge des Betrachters in der sommerlichen Blütenfülle. Sie strukturieren und geben Nachbarspflanzen optischen Halt. Aber der wohl entscheidende Vorteil ist: Sie sind auch im Winter grün und bilden so das Gerüst des Gartens.
Natürlich gibt es auch Rosen in meinem Garten:
Alte Gallicarosen wie Complicata oder Tuscany, einmal überreich blühend und umwerfend charmant. Stattliche Albarosen in ihren zarten Farben. Bodendecker, die gut in Staudenvorpflanzungen zu integrieren sind. Fröhliche moderne Rosen, die mehrfache Blütenfülle durch die ganze Saison garantieren. Und üppige Rambler, die sich um meinen Laubengang und zahlreiche Bögen winden dürfen. Als ich zu zählen aufhörte, war ich bei 400 Sorten angelangt.
Nicht vergessen darf man auch die unscheinbaren Gestalter im Garten, die dem Betrachter nicht sofort ins Auge stechen, aber dennoch von enormen Wert sind. Denn diese Pflanzen bringen „die Fülle“ ins Beet, sie mildern harte Formen ab und wuseln sich unaufdringlich durch ihre Nachbarn:
Erigeron karvinskianus 'Blütenmeer', das Spanisches Gänseblümchen, ist so eine kleine feine Staude, die ich nicht missen möchte. Oder auch Steinquendel Calamintha nepeta ssp. Nepeta, der seine nach Minze duftenden zartblauen Blütenschleier am liebsten Rosen zu Füssen legt. Auch die weiße Spornblume Centrathus ruber „Albus“ ist als Füllpflanze unverzichtbar. Die weiße Prachtkerze Gaura lindheimeri 'Whirling Butterflies' bringt südländische Leichtigkeit durch ihre Schmetterlingsblüten ins Beet. Verbena bonariensis, das Patagonische Eisenkraut, …. Es würden mir noch viele „Stars“ einfallen.
Letztendlich noch die Traumpflanze des Südens schlechthin: Die Hortensien.
Hydrangea macrophylla, die Bauernhortensie mit ihren dicken kugeligen Blüten in lila bis weiß überlebt den Winter bei mir leider nur als Kübelpflanze im frostfreien Winterquartier, was aber auch wieder den Vorteil hat, dass ich sie im Frühling je nach Gusto beliebig umquartieren kann, ganz wie ich will.
Hydrangea paniculata, die Strauch artigen Rispenhortensien, deren wohl bekannteste Vertreterin die Sorte „Annabelle“ ist, sind hingegen absolut winterhart und problemlos in der Kultur.