Im Juli 1998 wurde der Beschluss gefasst, die brach liegende Wiese vor unserem Haus in einen Garten zu verwandeln, in welchem sich unsere 3 Kinder mit den beiden Hunden austoben und mein Mann und ich erholen können. Es war außer einem alten Apfelbaumveteran und einem Zwetschgenbaum nichts vorhanden.

Der Garten erstreckt sich mittlerweile über gut 1600 qm reine Gartenfläche. Die Planung und Gestaltung der Gartenanlage erfolgte in Eigenregie mit tatkräftiger liebevoller Unterstützung meines Mannes Leonhard Steiner. Ohne sein unermüdliches Verständnis wäre ich wohl nicht in der Lage gewesen, dies alles in diesem Ausmaß zu bewerkstelligen.
Grundgedanke meiner Gartenplanung war, die Fläche in verschiedene „Gartenzimmer“ einzuteilen. Hecken als grüne Wände sind in diesem Fall einfach optimal, denn sie bringen zum einen den Vorteil, den Wind zu brechen und so für die Pflanzen ein angenehmes, wärmeres Kleinklima zu schaffen. Andererseits kann in jedem Zimmer nun eine andere Idee verwirklicht werden, da sich die Farben nicht „beißen“ und immer ein grüner Hintergrund zur Verfügung steht.

Auf diese Weise entstanden mehrere einzelne Räume:
Der Buchsgarten, der nun italienischer Garten heißt, nachdem der Buchs wegen Pilzbefall gerodet werden musste.
Der rote Garten, um den vielen schönen Pflanzen mit rotem Laub und roten Blüten gerecht zu werden (diese lassen sich bekanntlich nur sehr schwer dezent in ein Beet integrieren)
Der Sonnengarten oder auch gelber Garten genannt, der – Nomen est omen - mit vielen Pflanzen in Tönen von kräftig Gelb bis Cremegelb bestückt worden ist:
Stattliche Gehölze wie Goldulme Ulmus carpinifolia 'Wredei', Goldregen Laburnum watereri 'Vossii' , gelber Wacholder Juniperus media 'Old Gold', Strauchpäonien in gelb und vielen Narzissen sind nur einige, die ich nennen möchte.
Der Park ähnliche Gartenteil (im hinteren Bereich des Gartens) mit einer großen Rasenfläche in der Mitte, die von breiten Staudenbeeten eingerahmt wird, verbreitet gekrönt von einer Trauerweide Salix alba tristis Ruhe.
Der Brunnengarten mit unserem Sonnenplatz zum Genießen und Sitzen ist da etwas lebhafter: In den Farben Silber, Rosa und viel Weiß gehalten versprüht er Sommerfrische und Esprit. Wir lieben es, hier am Sonntag in der Sonne zu frühstücken!
Der Teichgarten und gleichzeitig auch meine kleine Version eines „weißen Gartens“ gewinnt vor allem in der sommerlichen Abenddämmerung: Von der türkisblauen Bank am Teich hat man einen tollen Überblick über den Garten, die weißen Hortensien „Annabelle“ leuchten noch in den letzten Sonnenstrahlen, …….

Da das Gelände leicht abschüssig ist, entstand durch das Abfangen des Hanges ein oberer Gartenbereich:
Hier befindet sich unsere „Laube“ als Wetter fester Sitzplatz. Eigentlich ist das untertrieben, denn mein Mann hat sie in bester Schreinerqualität fürstlich in massiver 200 jähriger Eiche ausgestattet. In traditioneller südländischer Manier mit echtem Wein und Klematis berankt ist es hier so gemütlich, dass wir mit etwas Glück noch im Dezember gerne hier Kaffee trinken.
Wie Sie sehen beinhaltet jedes dieser Gartenzimmer ein anderes Thema. Immer sind sie mit einem Sitzplatz ausgestattet, um in Ruhe die Eindrücke auf sich wirken lassen zu können. Und immer gibt es für das Auge etwas Schönes zu sehen, sei es eine schöne Pflanze oder eine liebevolle Dekoration als Blickfang.
